Fast wie Fahrradfahren auf der Autobahn

Fast wie Fahrradfahren auf der Autobahn

Der Fahrradverkehr im Bereich des ehemaligen evangelischen Krankenhauses soll in Zukunft direkt auf der Fahrbahn der Wiedenbrücker Straße stattfinden! So lautet der Beschlussvorschlag im Bau- und Verkehrsausschuss am Mittwoch der kommenden Woche. Dass der Straßenschlenker, ein Überbleibsel der ehemaligen WLE-Bahntrasse Lippstadt-Wiedenbrück, nun beseitigt werden soll und die Straße grundlegend saniert wird, sehen wirvon Seiten der BG-Fraktion als sehr positiv an. Dass jedoch in dem Zusammenhang der z.Zt. von der Fahrbahn getrennte Fahrradweg verschwinden soll, findet überhaupt nicht unsere Unterstützung! Wer den Beriech kennt und „erfährt“, weiß, wie geballt der Verkehr dort ist und mit welchen Gefahren alle Verkehrsteilnehmer in dem Bereich miteinander klarkommen müssen. Die Wiedenbrücker Straße ist beginnend vom Lippertor bis Bad Waldliesborn mit einem einzelnen und vom Autoverkehr getrennten sicheren Radweg befahrbar. Es gibt im jetzt betroffenen Planungsbereich keine Bebauung, die eine Erweiterung z.B. vom Bürgersteig in den Randbereich verhindert. Es muss lediglich mit den Anliegern verhandelt werden. In einem großen Bereich ist es sogar das Anlieger-Krankenhaus selbst, das aufgrund seiner großen Kapazität, dem Facharztzentrum und den Besuchern den gewaltigen Publikumsverkehr mit sich bringt und ein Interesse am guten Miteinander der Verkehrsteilnehmer hat und sollte daher gesprächsbereit sein. Die Linienbusse vor dem Krankenhaus und den weiter nördlich gelegenen Einkaufsmärkten, stehen beim Halt in Zukunft direkt auf dem (aufgemalten) Radweg. Die Fahrradfahrer sind somit dahinter wartepflichtig. Sich in die Reihe der den Bus überholenden Autoschlage einzureihen, ist unmöglich. Dieses Beispiel kennen wir ja bereits vom Lippertor. Hinzu kommt nun noch,dass die Notarzt- und Rettungsfahrzeuge sich bei ihrem Einsatz einen Weg durch den Verkehr bahnen müssen. Der Radfahrer auf der Straße hat also nicht die besten Chancen. Wir halten die jetzige Planung für eine Verschärfung der Unfallgefahren. Wir hoffen, der Fachausschuss ist sich der neuen Gefahren bewusst und stimmt in der kommenden Woche nicht einfach der zukünftigen Fahrradführung auf der Fahrbahn dieser Hauptverkehrsstraße zu.

gez. Hans-Dieter Marche

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Hans-Dieter Marche
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