Verkehrsrahmenplanung Lippstadt-Nord: BG ist gegen „Ketten-Erschließungen!“

In Kürze werden vom Stadtentwicklungsausschuss die Weichen für die Nordstadterweiterung gestellt. Der Bebauungsplan Nr.324 „Auf dem Rode“ ist der Einstieg. Das zukünftige Wohnneubauareal nördlich der Goethe-, Bastion-, Barbarossastraße und westlich der Wiedenbrücker Straße. In der Größenordnung stellt dieses Neubaugebiet für unsere Stadt ein wahres Mammutprojekt dar. In der ersten Ausbaustufe sind 180 Hauser geplant. In der Ausführung Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser. Die anschließenden Erweiterungen sind für die kommenden Jahre vorgesehen. Der heutige freie Bereich südlich des Golfplatzes wird die neue Nordstadt.

Klare Stellungnahme der BG zu dieser Erweiterung: Ja, wir brauchen weitere Wohnbauflächen in unserer Stadt! Und eine weitere klare Stellungnahme der BG lautet: Aber die verkehrliche Erschließung dieses Großbaugebietes kann nicht ausschließlich durch die benachbarten bestehenden Wohngebiete erfolgen! Es wird ein Baugebiet hinter das andere gehangen, verkehrlich eine Kettenerschließung!
Die Anlieger in den bestehenden Wohngebieten werden sicherlich den Baustellenverkehr für die kommenden 3 - 4 Jahre ertragen, es bleibt aber für ewig der „normale Erschließungs-verkehr“. Und dies in Zeiten ständig wachsender Mobilität! Da hilft dann auch die Aussicht auf geräuschärmere E-Fahrzeuge nicht wirklich.
Das vorgestellte Verkehrserschließungskonzept „Lippstadt-Nord“ stellt schwerpunktmäßig „die Machbarkeit der Verkehrserschließung“ dar:
Wie schnell kommt man aus dem Baugebiet heraus? Was können die Straßen leisten? usw.

Die Grenzen der Mehrbelastung der jetzigen Anlieger in den angrenzenden, bestehenden Wohngebieten sind nicht das Maß. Und dies bei einer sogenannten „Durchbindung“ des Baugebietes. Das heißt im Klartext: Der gesamte Bereich ist zudem in einigen Jahren als Schnellverbindung von z.B. der Udener Straße bis zur nördlichen Wiedenbrücker Straße durchfahrbar. Warum dann noch auf der Beckumer Straße im Stau stehen…? All diese Faktoren wurden im ersten Bürgergespräch am 12.12. des letzten Jahres und besonders im zweiten Gespräch am 12.03. diesen Jahres von beachtlich zahlreichen Anliegern der betroffenen Straßen sehr kritisch gesehen.

Zwischenzeitlich kurz ins Spiel gebrachte Lösungen, kleinere geschlossene Baugebiete zu schaffen und diese mit gezielten Stichstraßen mittels Schleifenlösung zu erschließen, sind im Erschließungskonzept als ungeeignet dargestellt worden. Zudem sind solche Lösungen mit der Abschrankung zum Nachbarbaugebiet nicht als dauerhaft gesichert einzustufen. Ein Beispiel ist ein Neubaugebiet in Rixbeck, welches nach Jahren nachträglich verkehrlich mit freier Durchfahrt durch das Bestandsgebiet geöffnet wurde.

Fazit: Für die BG gibt es bei der Größe des Baugebiets „Auf dem Rode“ nur eine Verkehrsalternative:
das Gebiet für den Fahrzeugverkehr durch eine eigene Zufahrtsstraße von der Wiedenbrücker Straße aus zu erschließen! Die einfachste Zuwegung führt über die Brandenburger Straße, die schon heute im ersten Teilabschnitt sehr gut ausgebaut ist. Zudem ist eine solche direkte Verkehrsanbindung „schneller“ als die „vorschriftsmäßige Fahrt“ durch die Altgebiete (Raser schaffen es natürlich schneller…). Dass die Rad- und Fußwegeverbindungen an die Altgebiete angeschlossen werden, ist dabei wohl selbstverständlich.
Beispiele dieser bewährten Direktanbindungen von Wohngebieten ohne weitere „Durchbindung“ gibt es zahlreiche in Lippstadt: ein Beispiel ist das fast in Sichtweite liegende Neubaugebiet „Alte Stadtgärtnerei“.

Mit freundlichen Grüßen,
Hans-Dieter Marche
(Fraktionsvorsitzender)


Pressemeldung der BG-Lippstadt:
Lippstädter Welle ja – Standort am Stiftswehr nein!

Wie ist die Reihenfolge der Investitionstätigkeit im Bereich der Stifts- und Burgmühle in der Kernstadt von Lippstadt zu sehen? Für die BG-Fraktion ist dies eindeutig: Unumstritten ist die seit vielen Jahren geplante Verbesserung des Hochwasserschutzes! Dies in der Form des Abrisses der alten Schleusen und des kompletten Neubaus der Stauanlage. Die Planung und Durchführung der Maßnahme liegt, wie bei allen Hochwasserschutzmaßnahmen, bei den Experten der Bezirksregierung Arnsberg. Die Zustimmung durch die im Rat vertretenen Fraktionen ist als sicher anzusehen.

Und mit diesem sehr umfangreichen Umbau der Wasserführung bietet sich die einmalige Chance, die vorhandene Kanusportanlage grundlegend zu erneuern. Nach den bisher vorgestellten Plänen wird sie anschließend auf ein sehr beachtliches Leistungsniveau gehoben. Beste Voraussetzungen, die guten Vereins- und besonders die Jugendarbeiten langjährig zu sichern. Dies auch als überregionaler Marketingfaktor in Verbindung mit Nutzungsmöglichkeiten für Gäste und durch Meisterschaftsveranstaltungen.

Nun die in Diskussion gebrachte Option, im Kanuleistungsbereich eine „Lippstädter Welle“ einzubauen. Für die BG eindeutig: Eine solche Welle würde nicht nur den Wellenfreunden Spaß bereiten, sondern wäre auch eine echte Bereicherung für unsere Stadt. Die Ziellinie unserer Imagelaufbahn Licht- Wasser-Leben wäre ein Stück näher gerückt. Die BG hält aber die Integration einer Welle in die neue Kanustrecke für nicht sinnvoll. Im wahrsten Sinne des Wortes, würden sich Kanusport und Welle „gegenseitig das Wasser abgraben!“ Hält man sich dazu noch vor Augen, dass bis vor einiger Zeit für die Wassermengenerhöhung für den Kanusport eine Schneckenpumpe angedacht war. Die Machbarkeitsvorschläge des externen Büros und Ideen der Wellenfreunde halten ein Nebeneinander der beiden Einrichtungen unter sehr speziellen Voraussetzungen noch für möglich. Aber es sind zu viele „es könnte-Faktoren“ vorhanden. Die BG unterstützt daher nicht die vorbereitende, kostspielige Investition zur Schaffung einer „möglichen späteren Welle“ in der Kanustrecke. Hier würden über die Hintertür falsche Erwartungen geschürt. Zudem sind Lösungen zu Fragen der Organisation, beständige Trägerschaft, Lärm-emissionen, Sicherheit im Betonkanal usw. nicht belastbar in Sicht.

Also, das Ziel ist eine voll funktionsfähige Kanustrecke und mittelfristig eine Planung für eine „externe Welle“ am Tivoli oder noch besser: Die Machbarkeitsprüfung einer künstlichen Welle an andere Stelle wie z.B. im grünen Winkel oder Alberssee. Dass so etwas ganzjährig geht und offenkundig sehr begeistert, kann man im östlichen Ruhrgebiet, in einem Baggersee in Langenfeld sehen. Wer die Welle ernsthaft will, muss sich zumindest mit solchen Lösungen beschäftigen. Eine schwimmende Insel mit Pumpenantrieb als eigenständige, ggf. temporäre Lösung.

Mit freundlichen Grüßen,
Hans-Dieter Marche
(Fraktionsvorsitzender)


BG-Fraktion informiert sich über die Aktivitäten in Dedinghausen
In der Fraktionssitzung im "Bauwagen an der Thinkstraße", am 11.04. informierte sich die BG-Fraktion über die Aktivitäten in Dedinghausen

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Sehr geehrte Damen und Herren,
zur diesjährigen Jahreshauptversammlung der Bürgergemeinschaft Lippstadt e.V.

am Donnerstag, 15. März 2018,19:00 Uhr,
im Landhaus Günther in Hörste

laden wir Sie herzlich ein.

Tagesordnung:

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Bericht aus der Ratsfraktion
  3. Tätigkeitsbericht Verein 2017
  4. Kassenbericht
  5. Entlastung des Vorstandes
  6. Turnusmäßige Neuwahl des Vorstandes
  7. Wahl Kassenprüfer/-in für 2018
  8. ----- Unterbrechung der Sitzung für einen Imbiss ------
  9. Vorträge von Herrn Ulrich Detering von der Bezirksregierung Arnsberg und Herrn Volker Karthaus vom Wasserverband obere Lippe (WOL) zum Thema: Hochwasserschutz in und um Lippstadt sowie Stand der Renaturierung der Lippe
  10. Verschiedenes

Wir freuen uns auf Sie!

Mit freundlichen Grüßen,
Hans-Dieter Marche
(Fraktionsvorsitzender)


Kein Wohnschiff für Bad Waldliesborn!

Sicherlich werden und müssen wir noch geraume Zeit über den Planungsvorschlag zum Bau des Wohnschiffes auf dem Postareal diskutieren. Über die Grenzen der Verträglichkeit, welche Gebäudedimensionen an welcher Stelle der Kernstadt angebracht sind.

Und genau solch eine kritische Diskussion ist für und in Bad Waldliesborn erforderlich! Aber die ist offensichtlich -nach Meinung der BG- nicht von allen gewünscht.
Der Bebauungsplan „Kreuzkampklinik“ ist vor geraumer ins Stocken geraten. Die Planungen sind im Stadtentwicklungsausschuss erneut und skeptisch besprochen worden. Nicht nur nach Meinung der BG ist die geplante Baukörpergröße entlang der Quellenstraße überdimensioniert. Der Kurortcharakter ginge vollends verloren. Mit dieser Meinung lehnen viele Bewohner von Bad Waldliesborn die jetzige Planung ab. Das Gefühl des „nicht gefragt werdens der Betroffenen“ tritt in den Vordergrund. Und die Mehrheit des Stadtentwicklungs-ausschusses will erst die für April angekündigten Ergebnisse der Zukunftsplanung für den Ortsteil auswerten. Dies passt aber wohl so gar nicht in das Konzept der beiden großen Blockparteien. In einer der letzten Ratssitzungen vor Weihnachten wurde das Abstimmungs-ergebnis ihrer eigenen Mannschaft stark kritisiert. Und es wurde angekündigt, „in einer baldigen erneuten Ausschusssitzung wird das Ergebnis wieder verändert werden“. Der Ankündigungswunsch spricht für sich.

Die klare BG-Stellungnahme lautet, erst muss das Zukunftsgutachten abgewartet werden. Auch danach ist noch nicht unmittelbar mit der Lösung aller Grundstücks- und Planungsprobleme entlang der Quellenstraße zu rechnen. Der schnellste Weg, um die hinter liegende östliche Wohnbebauung endlich zu starten, führt über eine Teilung des Bebauungsplanes. Der östliche „Niedrighausbereich“ ist unstrittig und kann zügig realisiert werden. Zudem müssen in diesem Fall die betroffenen Bauherren auch nicht die umfangreicheren Erschließungskosten für die aufwendigere Quellenstraße übernehmen.
Für die Quellenstraße lautet der Maßstab der BG, maximal eine 3-geschossige Bauweise und die Zulassung von Gewerbeflächen im Erdgeschoss. Sowie die Erhaltung bzw. die Schaffung einer Sichtachse von der Promenade bis hin zum Thermalbad.
Letztendlich zum Ausbau der Quellenstraße für den Linienbusverkehr über die Promenade: Nicht erforderlich! Die jetzige Busanbindung des Kernortes durch TWE und RLG (stündlich bzw. halbstündlich) ist gut.

Bad Waldliesborn hat mehr verdient als nur in Richtung eines austauschbaren gesichtslosen (Klotz-)Schlaforts abzurutschen.

Mit freundlichen Grüßen,
Hans-Dieter Marche
(Fraktionsvorsitzender)


Weitere aktuelle Meldungen finden Sie auf unserem Pressearchiv!